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Gymnocalicium bruchii (SPEGAZZINI 1923) HOSSEUS 1926

Vorgestellt von Ernst Koch.

Beschreibung:
 
Reich sprossende, reizende Zwergpflanze, bis rasenförmig wachsend. Der Körper wird bis 3,5 cm hoch und kann im Durchmesser bis 6 cm erreichen. Rippen ca. 12. Areolen dichtstehend mit kurzem, dichten Filz; fast borstenförmig weißlich auch mit bräunlichen Fuß. Die Knospen erscheinen im frühen Frühjahr, Blüten rosa, zierlich trichterig 3,5 –5 cm lang, sehr variabel, Petalen lanzettlich bis spatelig, etwas gespitzt oder gerundet. Blütenröhre nackt mit Schuppen. Die Gattung Gymnocalycium ist in Serien aufgeteilt. Gymnocalycium bruchii ist unter Series lafandense zu finden unter dieser Serie finden wir auch Namen wie: albispinum, hossei, deviatum u.a. Im Grunde genommen bildet lafandense die Leitart und ist bruchii gleich.
 
Kultur:
 
Die Pflanze ist problemlos zu halten. Im Sommer regelmäßig Wasser und im Winter trocken halten. Gymnocalycium bruchii genügt auch ein halbschattiger Platz, der von Frühjahr bis zum Herbst auch im Freien sein darf. Die Erde, in der Gymnocalycien gepflegt werden, sollte durchlässig, aber nahrhaft sein.
 
Vorkommen:
 
Das Verbreitungsgebiet ist das Gebiet der Sierra von Cordoba in Argentinien. In diesem Gebiet wächst auch Gymnocalicium baldianum.
 
Besonderheiten:
 
Häufig wird die Pflanze in den Sammlungen mit calochlorum verwechselt. Bei Gymnocalycium bruchii ist die Blüte kurz und dick und breitglockig, bei calochlorum handelt es sich um eine lange, schlanke Blütenröhre. Wenn Sie in der Literatur das Gymnocalycium bruchii auch schon mal unter Frailea bruchii gefunden haben, wundern Sie sich nicht. Spegazzini hielt die Pflanze damals als Frailea, weil sie so klein war. Dies war ein Versehen, den Unterschied kann auch jeder Laie feststellen.
 
Gymnocal bruchii