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Hoodia bainii DEYER

Beschreibung:
 
Die Gattung Hoodia gehört zur Familie der Stapelien (botanisch Ascepiadaceae). Es sind bemerkenswerte Stammsukkulenten und nach dem Sukkulentenliebhaber HOOD benannt worden. Die Pflanzen selbst sind hochsukkulente Gewächse mit buschigem Wuchs und säuligen von der Basis her verzweigten, vielrippigen  dicken Sprossen, deren Blattpolster in eine scharfe Dornenspitze auslaufen. Die Blüten der meisten Arten sind sehr groß und besitzen eine flach ausgebreitete oder schüsselförmig vertiefte Krone mit einer meist rötlichen Farbe.
 
Beschreibung von Hoodia bainii R. A. DYER . Pflanze reich buschig verzweigt, mit 15-40 cm hohen und 3,5 cm dicken, graugrünen Trieben, die 12-15 rippig sind. Die dicht stehenden, durch eine Querfurche voneinander getrennten Mammillen laufen in eine scharfe, blaß-braune Dornenspitze aus; Blüten bis 7 cm im Durchmesser, mit tiefschüsselförmiger, völlig kahler, hellgelber, rötlicher oder blaß-purpurfarbiger Krone.
 
Kultur:
 
Auf Grund ihrer Standortverhältnisse (heiß und trocken) sind die Hoodien auch schwer zu kultivieren. Sie verlangen einen warmen, sonnigen Stand und während der Wintermonate absolute Trockenheit. Auch während des Sommers darf nicht allzuviel gegossen werden. Während dieser Zeit kann man die Pflanzen auch in einen abdeckbaren, aber gut zu lüftenden Kasten stellen. Nur unter optimalen Kultur- und Klimabedigungen bringt man die Pflanzen zur Blüte. Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Samen, die sehr schnell auflaufen, aber sehr anfällig gegen den "schwarzen Tod" sind. (Erklärung hierzu untensehend) Stecklingsvermehrung ist zwar möglich, doch benötigen die Stecklinge nahezu ein Jahr zur Wurzelbildung. Man steckt sie in reinen Sand, bringt sie nahe unter Glas und hält sie vollkommen trocken.
 
"Schwarzer Tod", "schwarzer Virus". Bei der Familie der Stapelien tritt, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, eine der gefürchtetsten Krankheiten auf, die als "Schwarzer Virus", in angelsächsischen Ländern als "black death" bekannt ist. Es handelt sich jedoch nicht um einen Virus, sondern um eine Pilzerkrankung, gegen die es keine Bekämpfungsmittel gibt. Das Schadbild äußert sich in einer Schwarzfärbung der Sproßepidermis. Wenn diese Flecken sichtbar werden, ist es aber schon zu spät, die Pflanze ist bereits zum Tode verurteilt. Der Pilz dringt durch die Wurzeln ein und breitet sich durch die Leitbahnen im Pflanzengewebe aus. Besonders gefährdet ist der Wurzelhals, da der Pilz zu seiner Entwicklung wohl Feuchtigkeit benötigt. Eine wirksame Bekämpfung kann nur dadurch erreicht werden, dass man die befallenen Sprossabschnitte herausschneidet und verbrennt und die gesunden Stücke neu bewurzelt.
 
Vorkommen:
 
Das Verbreitungsgebiet von Hoodia erstreckt sich von der südlichen Kap-Provinz über Südwest-Afrika bis nach Angola und Betschuanaland. Sie besiedeln hier die trockensten und niederschlagärmsten Gebiete, steinige und sandig-lehmige, von einem dürftigen Buschwerk bewachsene Halbwüsten.
 
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